Das Körcenter wird entkernt

Der Umbau des Rathenower Körcenters hat begonnen. Seit Tagen sind in dem ehemaligen Einkaufszentrum Bauarbeiter mit schwerem Gerät zugange. Ihr Auftrag: Die Entkernung des fast 4000 Quadratmeter großen Gebäudes. Danach soll die Immobilie zu einem Gesundheits- und Pflegezentrum umgebaut werden.

Rathenow – Betrieben werden soll das Zentrum von der Gemeinschaftswerk Wohnen und Pflege GmbH. Die hat ihren Hauptsitz in Nauen, betreibt aber seit vier Jahren auch eine Niederlassung in Rathenow.

Bei einem Rundgang über die Baustelle mit Beate Kämmerling, der Leiterin der Rathenower Zweigstelle, erkennt man bereits, wie die Fläche aufgeteilt und später genutzt werden soll.

Auf der Ostseite des Gebäudes werden 18 Appartements für betreutes Wohnen entstehen. Jede dieser Wohnungen ist zwischen 40 und 45 Quadratmetern groß und komplett ausgestattet mit Küche und Bad. Die Eingänge zu den Wohnungen liegen innen und gehen von dem breiten Mittelgang ab, der das Zentrum in Nord-Süd-Richtung durchzieht. Die künftigen Bewohner haben die Möglichkeit, zu ihrem Mietvertrag Pflegeleistungen hinzuzubuchen.

Der Weg für die Pfleger zu ihren Kunden könnte übrigens kürzer kaum sein. Denn auf der Westseite des Gebäudes werden Räume für die Sozialstation des Gemeinschaftswerks eingerichtet. Die Mitarbeiter, die derzeit noch in der Großen Milower Straße untergebracht sind, werden nach dem Umzug erheblich mehr Platz haben.

Der dritte große Teilbereich des Gesundheits- und Pflegezentrums wird eine Wohngemeinschaft für Menschen mit dementiellen Erkrankungen beherbergen. Elf 20 bis 25 Quadratmeter große Zimmer werden sich um einen weitläufigen Gemeinschaftsbereich mit offener Küche, großzügigem Aufenthaltsraum und drei großen, behindertengerechten Bädern gruppieren. Es wird für die Bewohner eine 24-Stunden-Betreuung geben.

Außerdem ist eine rund 300 Quadratmeter große Fläche für eine medizinische Praxis oder eine Praxisgemeinschaft reserviert. Ärzte, Physiotherapeuten, Krankengymnasten, Logopäden und andere, die hier aktiv werden wollen, können sich in der Sozialstation (03385/4986220) melden. “ Die Räume sind noch nicht vergeben“ , sagt Beate Kämmerling.

Auf die Frage, wann das Zentrum fertig wird, kann Kämmerling noch keine konkrete Antwort geben. Bei einem Vorhaben dieser Größenordnung müsse man immer mit unerwarteten Wendungen rechnen. “ Ziel ist es, Mitte des kommenden Jahres mit dem Um- und Einzug zu beginnen“ , sagt sie. Übrigens liegen sowohl für die Wohngemeinschaft als auch für die Appartements des betreuten Wohnens bereits etliche Voranfragen vor.

Komplettiert wird das Angebot in dem Gesundheits- und Pflegezentrum durch eine Tagespflege mit Aufenthalts- und Therapieräumen. Und außerdem ist Platz für ein kleines Café.

Es wird in den kommenden Monaten also jede Menge Arbeit geben. Aber das kann dem Haus, in dem sich jahrelang nichts bewegt hat, nur guttun.

 

Text: Markus Kniebeler

Bilde: Markus Kniebeler

 

Quelle: Märkische Allgemeine – Westhavelländer vom 26.07.2019, Seite 13

 

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