Ketzin/Havel - Neue Begegnungsstätte eröffnet

In der Ketziner Plantagenstraße 21 gibt es ab sofort Angebote für jedermann. Die Begegnungsstätte wird vom Gemeinschaftswerk Wohnen und Pflege betrieben. Wie auch die Sozialstation, die jetzt in der Rathausstraße ist.

Ketzin/Havel Mit einem Gläschen Sekt und einer gemütlichen Kaffeetafel wurde nach monatelangen teils heftigen Diskussionen am Dienstagnachmittag die neue Begegnungsstätte in der Ketziner Plantagenstraße (zuletzt Sozialstation) eingeweiht. Träger der Einrichtung ist das Gemeinschaftswerk Wohnen und Pflege.

Geschäftsführer Werner Futterlieb versicherte den mehr als 30 anwesenden Senioren, Vereinsmitgliedern und anderen Nutzern, die sich bisher im Haus in der Rathausstraße getroffen haben, dass das Gemeinschaftswerk zwar jetzt auch die finanzielle Verantwortung übernommen hat, aber der bisher gezahlte Teilnehmerbeitrag von 1 Euro pro Person und Stunde und die Angebote aus dem früheren Haus der Begegnung auch im neuen Domizil beibehalten werden. Die Senioren, die zum Mittagessen kommen, bezahlen auch bei längerem Verbleib wie bisher insgesamt einen Euro.

Freude herrschte darüber, dass beliebte Leiterin Kerstin Kühnke vom Gemeinschaftswerk übernommen wurde. Allerdings merkte Werner Futterlieb an, dass demnächst nicht nur über die Kosten sondern vielmehr auch über die Zukunft der sozialen Einrichtungen und die soziale Betreuung in der Stadt mit allen, die dabei Verantwortung tragen, gesprochen werden sollte.

Diesen Vorschlag nahm Bürgermeister Bernd Lück während der Eröffnungsrunde gern auf. Zunächst sei er froh, dass sich das Defizit des Stadthaushaltes durch die Vermietung des bisherigen Hauses der Begegnung in der Rathausstraße an das Gemeinschaftswerk um jährlich rund 63 000 Euro verringere. Außerdem bezahle die Stadt in diesem Jahr noch keinen Zuschuss für die Unterhaltung der neuen Begegnungsstätte. Gleichzeitig betonte der Bürgermeister: „Die Stadt wird sich ihrer sozialen Verantwortung nicht entziehen. Die finanzielle Unterstützung dieser und anderer sozialer Einrichtungen wird mit der Haushaltsdebatte für 2018 geklärt werden“, so Lück. Er unterstützte den Vorschlag von Werner Futterlieb und des Seniorenrates, dass kurzfristig über die gesamte soziale Arbeit in der Stadt in den nächsten Jahren konzeptionell beraten werden soll.

„In der Rathausstraße arbeitet künftig die Sozialstation. Sie organisiert die ambulante Pflege, unterbreitet Betreuungs- und Entlastungsangebote und berät Familien, in denen demenzkranke Menschen leben“, informierte Werner Futterlieb die Eröffnungsgäste.

http://www.maz-online.de/Lokales/Havelland/Neue-Begegnungsstaette-eroeffnet

Text von Wolfgang Balzer

Bild von Wolfgang Balzer

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